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Das Kloster wuchs bereits kurz nach seiner Entstehung sehr schnell. Mit dem Bau der Klosterkirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts begonnen. Ein spitzbogiges Tonnengewölbe dominiert mit bis zu 20 m Höhe den Komplex. Ebenso aus dem 12. Jh stammt der spätromanische/frühgotische Kreuzgang sowie der Kapitelsaal in Romanischem Stil.
Weitere Ausbauten folgten, bis zu Beginn des 13. Jh. zunächst wichtigere Ziele in den Vordergrund traten. Fontfroide am Rande des historischen Katharerlandes war ein bedeutender Kristallisationspunkt zeitgenössischer Religionsentwicklungen.
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So wurde der Mord am Fontfroider Mönch Pierre de Castelnau im Jahr 1208 zum Auslöser für den Kreuzzug gegen die Albigenser ( Katharer ), den Anhängern einer Glaubensrichtung, die nach der südfranzösischen Stadt Albi, einer ehemaligen Katharerhochburg benannt wurden. Initiator für den Albigenserkreuzzug von 1209 bis 1229 war Papst Innozenz III , der damit einen Kreuzzug gegen die Katharer in Okzitanien führte. Er gilt als der Beginn des Unterganges der Katharer und führte politisch gesehen zur Eingliederung Okzitaniens in die Herrschaft der französischen Krone. In der Vielzahl von Kriegen, die gegen die Katharer und andere Abtrünnige unternommen wurden, galt das Abschlachten der Albigenser auch offiziell als Kreuzzugs.
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Nach dem Friedenschluss wurde die Bautätigkeit am Kloster Fontfroide wieder aufgenommen, der Kreuzgang wurde im Zuge der ersten Massnahmen aufgestockt und erhielt ein Gewölbe.
Fontfroides gewinnt an Bedeutung und erstreckt seine Macht bald über die gesamte Region bis weit nach Katalonien.
Mitte des 13. Jahrhunderts wurden im Kloster umfangreiche Ausbauten und Sanierungen durchgeführt. Man zeigte nun auch gerne die gewonnene Macht durch ein prächtigeresz Erscheinungsbild mit schmuckeren Fenstern und einigem Protz.
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1348 erreicht die Pest auch das Koster Frontfroide und die Gemeinschaft verlor etwa 3/4 seiner Mönche, womit der darauf folgende Niedergang wohl besiegelt war.
1476 erreicht die Praxis der "Kommende" auch diesen Kirchenbesitz. Die Kommende ( in Frankreich "Commanderie" ) ist eine Form der treuhänderischen Weitergabe kirchlicher Ansprüche. Unter dieser Verwaltung wurden im 17. und 18. Jh. durch die Kommendeäbte weitere bauliche Veränderungen an den Gebäuden durchgeführt.
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Der Schlafsaal wurde zum Gästetrakt umgebaut, Wohnräume des Abtes sowie eine Orangerie schliessen sich an den inneren Hof an, es entstanden Terrassengärten, und das üppige Anwesen verschanzte sich hinter einem grossen Portal.
Die letzten Mönche dieser Epoche verliessen Fontfroide 1791. |